Dienstag , 16 Juli 2019

Hausmittel gegen Wildkräuter, Moos und Flechten


Wenn die mühevoll gesetzten Pflanzen endlich üppig blühen und man eigentlich den Lohn für die Gartenpflege genießen könnte, dann tritt ein neuer Störenfried auf die Bildfläche: das Unkraut. An allen Ecken und Enden treiben Hirtentäschel, Distel und Co. ihr Unwesen zwischen Blumen und Stauden. Die lästigen Gewächse loszuwerden, kann sehr mühsam sein. Mit diesen Tipps wird das Unkrautjäten einfacher.

Brennnessel, Giersch und Löwenzahn können zwar als Heilkräuter auch sehr nützlich sein, dennoch will sie kaum jemand in seinen Beeten sehen. Die lästigen Wildkräuter rauben den dort eingepflanzten Blumen Wasser, Nährstoffe und Licht, und bremsen so deren Wachstum. Im schlimmsten Fall breiten sich die wuchsstarken Pflanzen so weit aus, dass sie andere Arten völlig verdrängen.

Unkraut entfernen

Die beste Anti-Unkraut-Technik ist zugleich auch die umweltfreundlichste: das Jäten. Besonders einfach geht das nach dem Regen, wenn der Boden aufgeweicht ist. Dann kann man viele Pflanzen sogar ohne Werkzeug herausziehen. Bei trockenem Boden sollte man mit einer Gartenkralle arbeiten. Damit lässt sich die Erde gut auflockern und das Unkraut anschließend einfach entfernen.

DAS SIND DIE BEKANNTESTEN UNKRÄUTER IM HEIMISCHEN GARTEN
Die Ackerkratzdistel ist ein zähe Pflanze mit feinen Stacheln. Daher sollten Sie beim Entfernen unbedingt Handschuhe anziehen. (Foto: Imago)Die Ackerwinde vermehrt sich sehr schnell und rankt an anderen Kulturpflanzen empor. Gezielt gepflanzt ist sie aber ein wunderbarer Blickfang. (Foto: Imago)Der Giersch ist besonders lästig, denn er vermehrt sich sowohl durch Samenbildung als auch durch seine langen Wurzelausläufer. (Foto: Imago)
Der kriechende Hahnenfuß ist zwar schön durch seine gelben Blüten anzusehen, doch breitet er sich viel zu schnell durch seine Wurzelausläufer aus. (Foto: Imago)Der Löwenzahn muss unbedingt vor der Blüte geschnitten werden, denn seine Samen verstreuen sich sonst in alle Winde. (Foto: Imago)
Gegen Moos hilft der Vertikutierer am besten. Er reißt mit seinen Schneiden die Wurzeln auf und zieht das Unkraut aus dem Rasen. (Foto: Imago)Weißklee ist im gut gepflegten Rasen nicht gern gesehen. Auf den Feldern dagegen ist er ein beliebter Futterspender und Bienen machen aus ihm einen wunderbaren Blütenhonig. (Quelle: imago images)
Foto-Serie mit 8 Bildern

Unkrautvernichter sind umstritten

Wenn das Jäten zu anstrengend ist oder bestimmte Pflanzen trotz mehrmaligem Entfernen immer wieder kommen, liegt der Griff zur chemischen Keule nahe. Doch der Einsatz solcher Herbizide ist sehr umstritten, da Unkrautvernichter auch für Menschen, Tiere und andere Pflanzen gefährlich sind. Daher sollte lieber auf harmlose biologische Mittel zurückgegriffen werden. Das schont Umwelt und Gesundheit. Und wenn Sie trotz aller Bemühungen nicht um den Einsatz eines chemischen Mittels herumkommen, tragen Sie das Mittel am besten direkt auf die Pflanze auf. So wirkt das Herbizid gezielt gegen das ungewünschte Gewächs.

Hausmittel gegen wildes Unkraut

Viele Menschen schwören auf Salz und Essig als Unkrautvernichtungsmittel. Davon sollten Sie aber die Finger lassen, denn der Einsatz dieser Hausmittel für diesen Zweck ist gesetzlich verboten. Essig und Salz fallen offiziell unter die nicht erlaubten Pflanzenschutzmittel. Hintergrund ist, dass die Konzentration der Substanzen im Boden sehr hoch wird und nicht in einem akzeptablen Zeitraum abgebaut werden kann. Boden, Pflanzen und Insekten würden auf Dauer durch die aggressiven Essenzen belastet.

Unkraut mit kochendem Wasser vernichten

Es geht auch ohne Zusätze: Kochendes Wasser ist ein probates Mittel gegen Unkraut. Einfach über die Pflanzen gießen, anschließend trocknen lassen und die Pflanzenreste entfernen. Durch das Abbrühen wird der empfindliche Organismus der Pflanze zerstört. Damit sich das Unkraut nicht weiter verbreitet, ist es wichtig, frühzeitig die Blüten zu entfernen. Wer gerade keine Zeit zum Jäten hat, sollte zumindest die Blütenköpfe von Löwenzahn und Co. abschneiden, damit sich die Samen gar nicht erst entwickeln können.

Mit einem Fugenkratzer oder Messer lassen sich die Ritzen zwischen Wegplatten gut vom Unkraut befreien. Auch das Abflammen des verplatteten Bodens ist durchaus wirkungsvoll. Wer regelmäßig mit einem Straßenfeger (harte Borsten) Weg und Terrasse kehrt, bekommt so auch frische Sprösslinge leicht entfernt.

Eine weitere hilfreiche Waffe im Kampf gegen mehrjährige Unkräuter ist der Pfahlwurzelstecher. Mit diesem Werkzeug sticht man dicht neben der Pflanze ein – beispielsweise beim Löwenzahn, rüttelt die Erde etwas auf und kann dann Pflanze und Wurzel problemlos entfernen. Andernfalls reißt man sie nur ab, so dass ein erneutes Treiben des Wildkrauts vorprogrammiert ist.

Unkraut vorbeugen

Damit erst gar kein Unkraut wächst, gibt es verschiedene vorbeugende Möglichkeiten. Wer ein Beet neu anlegt, kann beispielsweise ein Unkrautvlies auflegen und abschließend frische Erde aufbringen. Das hemmt das Wachstum der Wildkräuter und hält die Feuchtigkeit besser im Boden. Eine Schicht Mulch oder Stroh als oberste Deckschicht wirkt ebenfalls hemmend auf das Unkrautwachstum. Das Beet sieht zudem gepflegter aus. Da Mulch allerdings für die Zersetzung dem Boden Nährstoffe entzieht, muss nach dem Einbringen öfter nachgedüngt werden.

Wildkräuter als Blickfang und Heilpflanze

Nicht jedes Wildkraut ist gleich ein Unkraut, viele Pflanzen werden trotz ihrer durchaus positiven Eigenschaften oft verkannt. Dass man beispielsweise Brennnesseln nicht neben Tulpen und Primeln haben möchte, ist verständlich. Aber vielleicht kann man dem Heilkraut einen anderen Platz im Garten zuweisen, denn Brennnessel hilft als Tee aufgebrüht wunderbar bei Magen- und Darmkatarrhen und ist für seine blutreinigende Wirkung weithin bekannt.

Kräuterbeet sauber halten

Wenn Sie um die Wildkrautfläche eine Folie eingraben – etwa 50 Zentimeter tief, dann breiten sich die Pflanzen nicht so leicht im restlichen Garten aus. Auch viele andere „Un“-Kräuter sind für Teeaufgüsse oder Umschläge geeignet und bringen sogar frohe Farbtupfer in Ihr Beet. Sie sind wichtige Komponenten im Ökosystem der Natur. Auf ihnen sammeln sich etwa Schädlinge, die wiederum von Nützlingen als Nahrungsgrundlage unbedingt gebraucht werden und sie bilden für diese einen notwendigen Lebensraum – etwa für Schmetterlinge.

Pinner mtaugwalder | Yabani otlar, yosun ve likenlere karşı ev ilacı
bu Marie-Christine Taugwalder
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  1. Ehrlich gesagt:Leute, was habt ihr heutzutage für schreckliche Webseiten? Vor lauter Werbung seid ihr unsichtbar! Da gruselte mich 👻

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